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E-Learning

E-Learning ist ein Sammelbegriff für Organisationsformen des Lernens, bei der Technologien, wie bspw. Computer und Internet, benutzt werden, um die Lehr- und Lernhandlungen zu unterstützen.

E-Learning (auch: eLearning) ist ein Kunstwort und bezeichnet das ‚electronic’-learning. Es ist im Zuge der Popularisierung von ‚E’-Begriffen entstanden, wie bspw. E-Business, E-Marketing, E-Government. Der Begriff E-Learning (im Gegensatz zu E-Teaching, der eher das Lehren unterstreicht) betont den Prozess des Lernens (Lernprozesse) gegenüber dem Lehren.

Vielfältige Lernformen des E-Learnings

E-Learning kann Präsenzlernphasen unterstützen oder auch vollständig virtuell organisiert werden (Virtuelle Ausbildung). Die Überwindung von räumlichen und zeitlichen Barrieren wird als Vorteil genannt, stellt jedoch auch hohe Anforderungen an die Lernkompetenz der Lernenden und die Lehrkompetenz der Lehrenden.  Meistens findet E-Learning in einer Mischform aus Präsenz- und virtuellen Lehr- und Lernphasen statt, dem sog. Blended Learning. Weitere wichtige Formen des E-Learnings sind [Kerres 2001, S. 209]: Tutorenunterstütztes E-Learning, selbstorganisiertes E-Learning, kollaboratives E-Learning und auch das Lernen in Communities of Practice.

Didaktisch wird beim E-Learning von einem eher lernerorientierten und dem konstruktivistischen Lernparadigma nahestehenden Lernmodell ausgegangen. Trotz aller Lernerfokussierung ist die Rolle des Lehrenden nicht obsolet geworden. Dabei muss jedoch ein Rollenwechsel beobachtet werden, denn die sogenannten Tutoren haben überwiegend die Funktion von Lernbegleitern und Coaches, weniger die eines zentralen Wissensvermittlers. Aus didaktischer Sicht ist der Einsatz von Wissens-, Informations- und Kommunikationstechnologien vor allem eine methodische Fragestellung: 'Wie können Medien sinnvoll eingesetzt werden, um die angestrebte Kompetenzentwicklung aktiv zu unterstützen?' E-Learning wird damit nicht auf den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien für Lernzwecke reduziert, sondern zielt auf ein sinnvolles didaktisches Konzept mit geeigneten Medien ab. Der Einsatz von Lerntechnologien muss grundsätzlich immer einen Mehrwert in der Form der Steigerung der Qualität der Lernprozesse haben (siehe auch Lernprozesse).

E-Learning und Wirtschaftsinformatik

Die Wirtschaftsinformatik beschäftigt sich dabei mit unterschiedlichen Fragestellungen, die einerseits technische Aspekte adressieren (bspw. Systeme für Informations-, Wissens und Bildungsmanagement entwickeln) und andererseits organisatorische. Die Gestaltung von Geschäftsprozessen ist eine der maßgeblichen Aufgaben der Wirtschaftsinformatik. Eine umfassende Sicht der Geschäftsprozesse umfasst auch Wissens- und Lernprozesse in einer integrierten Sichtweise [vgl. Pawlowski, Bick 2008]. E-Learning ist dabei eine mögliche Methode zur Gestaltung von Lern- und Wissensprozessen.

Literatur

Baumgartner, Peter ; Payr, Sabine: Studieren und Forschen mit dem Internet. Innsbruck-Wien : Studien-Verlag, 2001.

Baumgartner, Peter ; Häfele, Hartmunt; Maier-Häfele, Kornelia: E-Learning Praxishandbuch: Auswahl von Lernplattformen. Marktübersicht - Funktionen - Fachbegriffe. Innsbruck-Wien : Studien-Verlag, 2002.

Bruns, Beate ; Gajewski, Petra: Multimediales Lernen im Netz. Berlin : Springer, 2002

Kerres, Micheal: Multimediale und telemediale Lernumgebungen. München : Oldenbourg, 2002.

Pawlowski, Jan M. ; Bick, Markus: Integration of Learning and Working: Convergent Processes and Systems. In: Adelsberger, Heimo H. ; Kinshuk ; Pawlowski, Jan M. ; Sampson, Demetrios (Hrsg.): Handbook on Information Technologies for Education and Training, 2. Aufl., International Handbook on Information Systems Series. Berlin, Heidelberg : Springer, 2008.

Schulmeister, Rolf: Lernplattformen für das virtuelle Lernen. München : Oldenbourg, 2003.

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Zuletzt bearbeitet: 23.09.2008 20:18
Letzter Abruf: 24.05.2012 16:09
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