Benutzerspezifische Werkzeuge

Groupware

Das Client-Server-Prinzip stellt eine Systemarchitektur für Groupware-Lösungen dar. Diese Programme unterstützen Teams in ihrer Kommunikation, Koordination und Kollaboration. Es werden Minimalinstallationen auf den Arbeitsstationen der Nutzer installiert, die die Aus- und Eingabe von Daten ermöglichen. Die Administration dieser Daten findet auf einer zentralen Server-Einheit statt.

Verständnis von Groupware

Der Begriff "Groupware" wird dem Forschungsfeld des CSCW ("Computer Supported Cooperative Work") zugeordnet. Er beschreibt Softwareprogramme, die Kommunikations- und Kollaborationsprozesse in Teams und Organisationen unterstützen. Ziele des Einsatzes von Groupware sind etwa der Austausch von Informationen oder die Koordination von Prozessen. Kommunikationshindernisse, die aus räumlichen oder zeitlichen Differenzen resultieren, können durch Groupware abgebaut werden. Durch technische Innovationen (wie bspw. Web 2.0-Ansätze) und wechselnde Anforderungen  im Arbeitsumfeld (bspw. wachsende Mobilität, stärker verteilte Teams) erfordern Groupware-Lösungen eine hohe Anpassbarkeit und Flexibilität in ihren Funktionen und ihrer Systemarchitektur (siehe Beitrag Groupware). 

Systemarchitekturen

Ein Modell für die Gestaltung der Systemarchitektur von Groupware-Lösungen ist zum einen die replizierten Architektur, bei der jeder Nutzer auf seinem Rechner über eine vollständig autonome Komplettlösung der Groupware verfügt. Daneben ist ein zentralisierter Aufbau, der als Client-Sever-Architektur bezeichnet wird, von Bedeutung.

Bei dieser letztgenannten Lösung wird die Anwendung auf einem zentralen Server bereitgestellt. Wesentliche Funktionen, wie die Verwaltung von Anwendungsdaten, finden durch diese zentrale Einheit statt. Client-Programme, die auf den einzelnen Arbeitsstationen installiert werden, dienen als Schnittstelle zwischen Anwendern und der Groupware-Lösung indem sie die Ein- und Ausgabe von Daten ermöglichen und unterstützen. Ein Grund für eine Client-Server-Struktur von Groupware-Lösungen ist der, dass die Implementierung des Client-Programms mit geringem Aufwand vollzogen werden kann. Probleme ergeben sich durch mögliche hohe Anforderungen an die erforderlichen Netzwerkbandbreiten. Auch können bei einer nicht durchgängig vorhandenen Verbindung zum Server Versionskonflikte oder Funktionseinbußen entstehen.

Literatur

Bauknecht, K.; Mühlherr, T.; Sauter, C.; Teufel, S.: Computerunterstützung für die Gruppenarbeit. Zürich, 1995.

Dix, A.; Finlay, J.; Abowd, G.; Beale, R.: Human-Computer Interaction. Edingburg Gate (u.a.) : Pearson Education Limited, 2004.

Ellis, C. A.; Gibbs, S. J.; Rein, G. L.: Groupware - Some Issues and Experiences. In: Communications of the ACM 34 1991, 1, S. 38-58.

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Zuletzt bearbeitet: 14.10.2011 18:31
Letzter Abruf: 23.05.2012 12:39
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