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Reisebuchungssystem

Reisebuchungssysteme ermöglichen die Suche nach und den Kauf von Reiseprodukten zumeist über das Internet. Reiseprodukte sind entweder Komponenten einer Reise (wie Hotelzimmer oder Fluge) oder beziehen sich auf ein Gesamtpaket (Bündel von einzelnen Services).

Reisebuchungssysteme ermöglichen – üblicherweise über das Internet - die Suche nach und den Kauf von Reiseprodukten, entweder Komponenten einer Reise (wie Hotelzimmer oder Fluge) oder eines Paketes (Bündel von einzelnen Services). Diese Systeme kann man ansatzweise nach ihren Anbietergruppen klassifizieren (entsprechen Sektoren der Tourismus- und Reiseindustrie), wobei aber das Internet zu einer zunehmenden Auflösung der Grenzen zwischen diesen Sektoren führt:

Online-Reisebüros

Vergleichbar zu klassischen Reisebüros, bieten Online-Reisebüros ebenfalls sowohl Einzelkomponenten als auch Pakete an. Sie werden aber nicht nur von „reinen“ Online Firmen betrieben, auch klassische Reisebüros verkaufen zunehmend über das Internet. Prominente Vertreter sind Travelocity (wird von Sabre betrieben - mit einer Schnittstelle zum gleichnamigen CRS/GDS) oder Expedia (1996 von Microsoft gestartet; Expedia nutzt im Hintergrund das CRS/GDS Worldspan).

Reiseveranstaltersysteme

Auch Reiseveranstalter wie TUI betreiben (nach anfänglichen Problemen) ihre eigene Websites. Hier stehen aber im Gegensatz zu z. B. Expedia keine einzelnen Reisekomponenten sondern die Gesamtpakete der Reiseveranstalter im Vordergrund.

Hotelbuchungssysteme

Diese fokussieren auf den Online-Verkauf von Hotelzimmern, mit einer Vielzahl von Systemen. Prominente Vertreter sind z. B. HRS oder hotels.com.

Historische Vertreter von Reisebuchungssystemen sind CRS / GDS (Computerized Reservation Systems / Global Distribution Systems). Sie stellten im Vor-Internet Zeitalter die wichtigste Buchungsplattform für Reisebüros dar. Sie wurden in den 60er Jahren entwickelt – als erste weltweite Industrienetzwerke. Ausgehend von Flugreservierungssystemen entwickelten sie sich dann zu globalen Vertriebssystemen, indem sie mehrere CRS integrierten und andere Tourismusprodukte weltweit vertrieben (ursprüngliche Eigentümer waren Fluglinienkonsortien). Lange Zeit gab es vier wesentliche Systeme: Amadeus, Galileo, Sabre und Worldspan. Nachdem diese Systeme typische Vertreter von Legacy Systeme sind, verlieren sie mit dem Internet an Bedeutung bzw. müssen ihre Strategie anpassen – indem sie als Backend für Online Systeme fungieren oder selbständig auftreten. Dies führte auch zu Eigentümerwechsel (mit teilweisen Rückzug der Fluglinien) und Konzentrationen (so erwarb der Eigentümer von Galileo, Travelport, das CRS/GDS Worldspan).

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Zuletzt bearbeitet: 21.01.2009 20:47
Letzter Abruf: 04.09.2010 00:59
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